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Beschriftung der Wachsplatten mit den Namen der Euthanasie-Opfer

Ganz still, konzentriert und zum Teil ziemlich lange saßen die Schülerinnen und Schüler der GG61 im Gangeszimmer im Schwalmtaler Rathaus über je einem Wachsplättchen.

Am Freitag, den 19.05.2017, beschrifteten sie dort je eine Wachsplatte mit dem Namen, Geburts- und Todesdatum eines Opfers der NS-Euthanasie in der Heil- und Pflegeanstalt in Hostert. Die Wachsplatten werden später in Bronze gegossen und finden dann einen Platz an einer Mauer auf dem Gelände der erneuerten Gedenkstätte in Hostert.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeder Pate hat sich bereit erklärt, den Namen eines Opfers aufzuschreiben. Was so banal klingt, versetzte die Paten aber in nachdenkliche Stimmung. Den Namen und die Lebensdaten eines Euthanasie-Opfers mit der eigenen Handschrift zu schreiben, darüber nachzudenken, welcher Mensch wohl hinter diesem Namen steckt, hinterlässt nicht nur Spuren auf dem Wachs. Und genau das darf und soll auch passieren. Die Paten halten somit die Erinnerung an die Menschen und die Geschichte wach.  

Dass dieses Prinzip schon jetzt funktioniert hat und die GG61 viele andere von der Wichtigkeit des Themas überzeugen konnte, sah man daran , dass auch viele andere Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen und Lehrer des Berufskollegs Viersen eine Patenschaft übernommen haben.

 

Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität in der Berufsausbildung